Da viele körperbehinderte Schulanfänger häufig Entwicklungsrückstände aufweisen, die im Vergleich zu nicht behinderten Schülern oft einen Zeitraum von mehreren Jahren ausmachen können, wird in der vorgeschalteten Eingangsklasse versucht, Voraussetzungen zu schaffen, die erst das Lernen an sich möglich machen Um dieses Ziel zu erreichen, wird der Eingangsklasse eine relativ hohe Lehrer-Schüler-Relation zugemessen.
Aufgrund der sehr heterogenen Schülerschaft und der individuellen Lernvoraussetzungen und Förderbedürfnisse der Schüler innerhalb einer Klasse können Art und Umfang der Lerninhalte sowie der zeitliche Rahmen nicht im voraus festgelegt werden.
Damit die Schüler sich möglichst schnell eingewöhnen und sich in der Schule wohl fühlen, geht es zu Beginn der Schulzeit um das Kennenlernen der Schule und des Schulumfeldes. Dazu gehören:
Weiter geht es darum, Ordnung und Struktur in das eigene Umfeld zu bringen und einzuhalten sowie soziale und personale Kompetenzen aufzubauen. Dazu gehören:
Im Primarbereich liegt der Schwerpunkt in der Heranführung an den Umgang mit dem Computer. Jede Lerngruppe hat das Budenberg-Programm auf ihren Klassencomputern. Es fanden mehrere Einführungen in die Bedienung dieses Programms für die LehrerInnen statt. Da dieses Programm sehr übersichtlich in der Darbietung ist und von den Lernvoraussetzungen her auf niedrigem Niveau ansetzt, ist es besonders gut geeignet, von Anbeginn der Schulzeit an im Unterricht eingesetzt zu werden. In näherer Zukunft soll im Primarbereich weitere ähnlich einfach zu bedienende Software eingesetzt werden, die die SchülerInnen an den Umgang mit der Maus, mit Textverarbeitung, mit Malprogrammen heranführt.
Der Unterricht an unserer Schule ist wesentlich gekennzeichnet durch vielfältige Maßnahmen der inneren Differenzierung. In einigen Bereichen hat jede/r SchülerIn ein eigenes Lernpensum. Hier ist der Computer eine wertvolle Ergänzung zu anderen Medien, da Aufgaben am Computer häufig ohne großen Aufwand auf das Lernniveau einzelner SchülerInnen zugeschnitten werden können.
Viele SchülerInnen unserer Schule haben feinmotorische Koordinationsstörungen und Wahrnehmungsstörungen in allen Wahrnehmungsbereichen. Dies hat Auswirkungen auf den Schreiblernprozess. Vielen unserer SchülerInnen ist es nicht möglich, eine lesbare Handschrift zu entwickeln. Der Computer ist hier ein nicht mehr wegzudenkendes Hilfsmittel für die graphomotorische Kompensation.
In jeder Lerngruppe gibt es SchülerInnen, die so schwer körperbehindert sind, dass sie überhaupt nicht selbstständig hantieren können. Für diese SchülerInnen ist der Computer mit spezieller Anpassung (Maus- und Tastaturersatz) das einzige Medium, mit dem sie eigenständig arbeiten können. Neben dem Erlebnis der Eigentätigkeit, das den SchülerInnen zuteil wird, haben die LehrerInnen dann auch die Möglichkeit, fundierte Aussagen über den Leistungsstand und Lernfortschritte dieser SchülerInnen zu machen.
Aus den o.g. Überlegungen heraus ergibt sich für den Primarbereich folgendes Konzept:
In jedem Klassenraum sollen 2-3 multimediafähige Computer mit gleichwertiger Ausstattung und Software stehen.
Die LehrerInnen des Primarbereichs müssen in die Bedienung der neu angeschafften Software eingewiesen werden.
Auf jedem Computer muss ein updatefähiges Virenschutzprogramm installiert sein, da die SchülerInnen häufig Disketten und CD-Roms von Zuhause mitbringen.
Im Primarbereich werden im gemeinsamen Handeln und auf spielerische Art und Weise vielfältige Bewegungserfahrungen gesammelt. Erreicht wird dies durch Angebote aus den Bereichen: kleine Spiele, Wahrnehmungsspiele und Bewegungslandschaften mit verschiedenen psychomotorischen Schwerpunkten.