Die Dietrich-Bonhoeffer-Schule ist Förderort für schwerstbehinderte Schüler. Hierbei handelt es sich vorrangig um Schüler mit schwersten Formen von Körperbehinderungen sowie um Schüler, bei denen eine Kombination von Körperbehinderung mit mindestens einer weiteren Behinderung (geistige Behinderung, Blindheit/Sehbehinderung, Gehörlosigkeit) vorliegt. Für einen großen Teil dieser Schüler müssen besondere pädagogische Zielsetzungen, Maßnahmen und Organisationsformen gefunden werden, die ihren speziellen, individuellen Bedürfnissen gerecht werden.
An der Dietrich-Bonhoeffer-Schule werden keine reinen Schwerstbehindertenklassen gebildet. Die Schüler werden Stammklassen zugeordnet. Den speziellen Förderbedürfnissen der Schüler wird entweder innerhalb der Stammklasse in Form von innerer Differenzierung Rechnung getragen oder in Form äußerer Differenzierung in der Fördergruppe für Schwerstbehinderte. Schüler die überwiegend von der Teilnahme am Klassenunterricht und der Kommunikation mit ihren Mitschülern profitieren können, sollen nach Möglichkeit innerhalb der Stammklassen gefördert werden. Schüler, die von ihrem Entwicklungsstand und ihren kommunikativen Möglichkeiten her nur in begrenzten Maße vom Klassenunterricht profitieren können, werden den Fördergruppen zugeordnet.
Über die Zusammensetzung und die LehrerInnenbesetzung der Fördergruppen wird in der Klassenverteilungskonferenz beraten und entschieden. Es gibt ein Stammteam, das die Fördergruppen betreut. Dieses Fördergruppenteam einigt sich untereinander auf Zuständigkeiten in Leitungsaufgaben und Verantwortlichkeiten. Das Stammteam wird je nach Bedarf durch Therapeuten und Integrationshelfer unterstützt, so dass in vielen Fällen eine 1:1-Betreuung gewährleistet werden kann.
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Für Teambesprechungen ist eine Unterrichtswochenstunde der Mitarbeiter vorgesehen. Die individuellen Förderpläne werden von den Lehrern der Fördergruppe und dem Team der jeweiligen Stammklasse erstellt.
Die LehrerInnen des Fördergruppenteams sind von einer weiteren Klassenleitung befreit.
Die Lehrkräfte sollten zwei bis vier Jahre in der Fördergruppe arbeiten. Über das Ausscheiden nach zwei, drei oder vier Jahren entscheidet die betroffene Lehrkraft.
Innerhalb der Fördergruppe werden "sportliche Aktivitäten" aus den Bereichen Psychomotorik, Schwimmen und Sport angeboten. Die Angebote richten sich nach der Bedürfnissen der teilnehmenden Schülerinnen und Schüler und stellen ein zusätzliches Angebot zu den Klassenangeboten dar.
Um dem schwerstbehinderten Schüler die Bewältigung seiner Lebenssituation zu erleichtern, ist Schule Ort des Lebens und des Lernens. Erziehung und Unterricht umfassen sonderpädagogische, pflegerische und individuell fördernde Maßnahmen, die auf Entwicklungsveränderung und -fortschritte abzielen. Bestimmend für die Auswahl der Lernziele ist die individuelle Lernausgangslage des schwerstbehinderten Schülers.
Alle Fördermaßnahmen zielen auf die Entwicklung der Gesamtpersönlichkeit des Schülers, nicht auf das Training einzelner Funktionen. Dieser Aspekt wird bei der praktischen Arbeit stets berücksichtigt.
Folgende Förderkonzepte kommen in der Arbeit mit den schwerstbehinderten Schülern an unserer Schule zur Anwendung: